West-CASTOREN

Info zu Jülich

Atommüll Schiebereien des hochgradig verstrahlten Restmüll aus dem avr Jülich soll in 2011 indas Zwischenlager Ahaus gebracht werden.

Das Kernkraftwerk AVR Jülich (Arbeitsgemeinschaft Versuchsreaktor Jülich) war der erste deutsche Hochtemperaturreaktor.

http://de.wikipedia.org/wiki/AVR_%28J%C3%BClich%29

Forschungszentrum Jülich

Keine Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus!

Auf dem Gelände des Forschungszentrums lagern 152 Castoren mit hochradioaktivem Atommüll aus dem stillgelegten Forschungsreaktor AVR. Das Forschungszentrum möchte sich dieser Altlast entledigen und plant die Castoren mit einer ganzen Serie von gefährlichen und für die SteuerzahlerIn teuren Transporten ins Brennelementezwischenlager nach Ahaus zu bringen. Ein Antrag ist beim Bundesamt für Strahlenschutz gestellt. Die offizielle Begründung: Die Lagerung der AVR-Hinterlassenschaft in Ahaus ist für das Forschungszentrum angeblich billiger als der weitere Verbleib der Castoren in Jülich. Nachprüfbare Berechnungen für diese Behauptung gibt es nicht.

Wir lehnen die Verlagerung der Castoren von Jülich nach Ahaus ab. Die Transporte sind gefährlich. Das Risiko von Unfällen ist nicht verantwortbar. Die Kosten der Transporte tragen die SteuerzahlerInnen. Es nicht vertretbar, den Menschen im Münsterland den Jülicher Atommüll und die damit verbundenen Risiken vor die Füße zu schütten – zumal der hochverstrahlte Reaktorbehälter ohnehin noch für Jahrzehnte in Jülich bleiben soll.

Wir begrüßen, dass sich die NRW-Landesregierung gegen die Transporte ausgesprochen hat und sich für einen Verbleib der Castoren in Jülich einsetzt. Nun ist es an der Bundesregierung als Mehrheitsanteilseignerin des Forschungszentrums die Transporte nach Ahaus abzusagen und die weitere Lagerung in Jülich zu ermöglichen.

Das kläglich gescheitete Kugelhaufenreaktor-Abenteuer AVR Jülich ist ein Beispiel für den Irrsinn der Atomkraft:

· Beinahe GAU 1978 nach unkontrolliertem Wassereintritt in den Reaktor

· Verstrahlung des Erdreichs unter dem Reaktor – Ausmaß bis heute unbekannt

· Zerlegung des 26 Meter hohen und 2.000 Tonnen schweren Reaktorbehälters wegen extremer Verstrahlung erst in Jahrzehnten möglich, Verlagerung als Ganzes in eigens errichtete Zwischenlagerhalle

· Bisherige Kosten für den Rückbau der Anlage über 700 Mio. Euro, aber noch unsere Kinder und Enkel werden für das Atom-Abenteuer AVR Jülich zahlen müssen

Trotzdem arbeitet das Forschungszentrum Jülich weiterhin an der Weiterentwicklung des Kugelhaufenreaktors. Es wird Zeit, dass damit endlich Schluss ist und der Jülicher Atomsumpf ausgetrocknet wird.