Antiatom-Konferenz in Köln

Anti-Atom-Konferenz am 10 November 2012 in Köln.
weiteres siehe
Konferenz

Lubmin-Transport in Köln gesichtet

Das Schiff „Edo“ mit dem „Lastenträger 40″ wurde am Sa, den 26.Mai 2012 heute um 14.10 in Köln neben dem Dom gesichtet. Es transpotiert radioaktiv belastete Teile aus dem AKW Obrigheim.

Hier auch ein Foto aus Köln.

EDO

In Lubmin soll der Atommüll weiter zerlegt, ein Teil „freigemessen“ (also als unbedenklich eingestuft) und der Rest dann wieder zur Zwischenlagerung nach Obrigheim gebracht werden. Nach Angaben des Transporteurs, der Nuclear Cargo Service, liegt die Strahlenbelastung unter den Grenzwerten. Da aber Grenzwerte nicht immer etwas mit Logik oder Sicherheit zu tun haben (so werden die Grenzwerte in Deutschland vor allem für Kinder stark angezweifelt und dürfen im Fall eines Gaus sogar hochgesetzt werden…), lehnen wir diesen Atommülltourismus ab. Die Transporte verschleiern lediglich, dass es keine sichere Entsorgung der radioaktiven Abfälle gibt und selbst nach einem erfolgreichen Ausstieg das Kapitel Atomkraft noch lange nicht beendet ist. Ebenso wurde den Menschen beim Bau des Zwischenlagers Lubmin versprochen, es wäre nur für den Atommüll aus den DDR-AKW um die Transportproblematiken so gering wie möglich zu halten und nicht wie Morsleben zum Atomklo für West-Atommüll zu werden

Weitere Infos zum Transport siehe sofa-ms.de

Bericht vom Aktionstag am 25. Februar 2012

Von köln ist ebenfalls ein Auto_konvoi mit Laster, mobilem Lauti und 6
Autos gestartet. Es erfolgte zunächst eine eine Rundtour durch
verschiedene kölner Stadtteile und über die Ringe. Mit dem Lauti wurde
die Bevölkerung über die anstehenden Transporte aus Jülich informiert
und zusätzlich Flyer verteilt.
Danach fuhr der Konvoi über die „Dörfer“ zwischen Köln und Jülich. Bei
der Durchfahrt durch die Dörfer sorgte allein der “ bunte Zug“ schon für
Aufsehen. Informationen gabs dann dort vom Lauti. Eine längere
Zwischenkundgebung erfolgte in Bergheim.
Selbstverständlich wurde auch dem FZ in Jülich ein Besuch abgestattet.
Das Aufsichtspersonal zeigte sich nicht gerade amüsiert.
Anschließend erfolgte die Fahrt zur Abschlußkundgebung in Jülich.

Bild vom Halt an dem FZ Jülich am 25.2.2012

Weitere Berichte zum 25.2.2012 siehe
www.westcastor.de/

Aufruf zum Streckenaktionstag am 25.2.2012

Kaum ist der letzte La Hague CASTOR in Gorleben angekommen, stehen die nächsten größeren Transporte an. Über die Autobahn soll dieses Jahr 25 mal ein CASTOR-Konvoi von Jülich nach Ahaus rollen.
Dagegen wollen wir im Vorfeld politisch Druck machen und unser Aktionsterrain näher kennen lernen.

Mit einem Autokorso entlang der geplanten CASTOR-Transportstrecke und Kundgebungen werden am 25.2. verschiedene Initiativen gegen die Transporte protestieren. Auf der Strecke werden mehrere Zwischenkundgebungen, eine zentrale Kundgebung vor der GNS-Atommüllkonditionierungsanlage in Duisburg, sowie eine Abschlusskundgebung ab 15:00 Uhr in Jülich /Marktplatz abgehalten.

Auch aus Bonn fährt ein Treck und fährt über Köln nach Duisburg.
http://www.antiatombonn.de/

Ob mit oder ohne Auto, kommt zur Kundgebung nach Köln, von dort wollen
wir uns auf Autos verteilen und nach Duisburg und Jülich fahren.

09:00 Treffpunkt Chlodwigplatz / Köln , möglichst mit Autos.

Aufruf:

Flyer_vorderseite

Flyer_rückseite

Informationen zu den bevorstehenden Atommülltransporten:

Woher kommt der Müll?

In Jülich – keine 45 km Luftlinie von Köln befindet sich das Forschungszentrum (FZ) Jülich und auf ihrem Gelände die am stärksten strahlende Atomruine der Bundesrepublik: Der alte Forschungsreaktor der KFA Jülich. Hier wurde im Zeitraum 1966 bis 1988 das Konzept eines Kugelhaufenreaktors erprobt. Der radioaktive Brennstoff in Graphitkugeln gepresst- anstelle von Brennstäben- sollte einen automatisierten Kernspaltungsprozess völlig risikofrei garantieren. Ein Unfall galt als ausgeschlossen….
Aber genau darum, aufgrund eines Unfalls, ist die Cäsium und Strontium Verseuchung 10000-fach stärker als in normalen Reaktorbehältern.

Und nun möchte das Forschungszentrum gerne „atommüll-frei“ werden

Darum soll die strahlende Fracht von Jülich nach Ahaus verlagert werden. Transportiert wird in einem Konvoi von sechs LKW, beladen mit je einem CASTOR. Über Landstraße und Autobahn geht es vom Forschungszentrum
Jülich nach Ahaus, ins sogenannte Zwischenlager. Einmal pro Woche über 25 mal soll solch ein Konvoi mit hochradioaktiver Fracht über die Straßen geschickt werden.
Noch im Februar startet ein erster Probetransport um die technische Umsetzung zu erproben.

Lagerung im FZ Jülich oder im Zwischenlager Ahaus ?

152 CASTOREN lagern derzeit in einer Halle in Jülich. Einen vernünftigen Grund für den aufwendigen Straßentransport gibt es nicht. Die Lagerhallen in Ahaus und Jülich sind nahezu baugleich. Im Gegenteil,
während es in Ahaus außer der Lagerhalle keine weiteren Einrichtungen gibt, verfügt Jülich über eine sogenannte „heiße Zelle“, einer technischen Einrichtung zum reparieren der Behälter.
Und diese ist nötig, bei den ersten der schon in die Jahre gekommenen CASTOREN läuft die Betriebsgenehmigung in 10 Jahren aus. Um diese in neue Behälter packen zu können, müssen sie also zurück nach Jülich
transportiert werden. Von einem Sicherheitsgewinn kann also keine Rede sein. Diese Transporte stellen ein unnötiges Risiko dar.

Angebliche Notwendigkeit der Transporte

Aber einen gewichtigen Grund scheint es doch zu geben, warum gerade das FZ Jülich diese Transporte für notwendig hält:

«Wir wollen hier um die besten Köpfe der Welt konkurrieren. Und deshalb soll das Forschungszentrum Brennelementefrei werden»
(Zitat vom Aufsichtsratsvorsitzender Karl Eugen Huthmacher in Aachener Nachrichten vom 6.2.2012)

Seine Verantwortung als Atommüll produzierender Betrieb will das FZ Jülich nicht wahrnehmen, staatliche Gelder für die Forschung wurden jedoch gerne genommen. Sollen die „führenden Köpfe“ gerne kommen und sich Gedanken machen, wie eine Entsorgung des produzierten Atommülls aussehen kann. Sinnlose und risikoreiche Atommülltransporte sind hierzu nicht nötig! Wir sagen nein zu diesen CASTOR Transporten!

Zum Störfall, der zu einer frühzeitigen Stilllegung führte

Ein Unfall galt als ausgeschlossen in diesem sehr kleinen Forschungsreaktor. Dass dem nicht so ist zeigte sich schon sehr bald, Die Kettenreaktion mit den Brennelementekugeln lief ungeplant und mit weit höheren Temperaturen ab als berechnet, die Graphitkugeln verklemmten und brachen teilweise.
Im Jahre 1978 konnte infolge einer defekten Schweißnaht Wasser in die Brennkammer einsickern. Ähnlich wie in Fukushima hätte es durch Bildung von Wasserdampf zu einer chemischen Reaktion, Entstehung von entzündlichen Gasen und zu einer Explosion kommen können. Nur durch einen glücklichen Umstand ist die Kettenreaktion somit nicht außer Kontrolle geraten– ein tschernobylähnlicher GAU ist ausgeblieben.

Ein GAU hätte die Umgebung von Jülich in einem weiten Umkreis radioaktiv verseucht, auch die beiden Großstädte Aachen und Köln, keine 50 km Luftlinie von Jülich, wären betroffen gewesen.

Weitere atomare Hinterlassenschaften für die nächsten 40-80 Jahre

Der Reaktorkern wurde 2008 mit Leichtbeton ausgefüllt und soll in absehbarer Zeit innerhalb des FZ in eine hierfür errichtete Lagerhalle verbracht werden. Aufgrund der hohen Radioaktivität im Reaktorkern wird für diese Zwischenlagerung 40-80 Jahre veranschlagt, danach soll der immer noch hochradioaktive Reaktorkern zersägt und in CASTORen verpackt werden. Unklar bleibt, wo dieser Müll hinkommen soll.

Anti-Atom Termine /Köln

Übersicht zu Anti-Atom-Terminen Herbst 2011

Das Motto der Saison 2011

„Hase & Igel: Egal wo er lang fährt – wir sind schon da!“
Die Jagd auf den letzten CASTOR hat begonnen.

Schöne Übersicht siehe auch
http://de.indymedia.org/2011/09/317239.shtml

Bus ins Wendland am 26.11.2011

Der Bus fährt gegen 5 uhr morgens ( Vorverlegt !!) ab hans böckler platz / Bhf Köln-West
und um 18 uhr zurück.
Kosten werden zwischen 20-25 € liegen.
anmelden bei:
leafrings@koeln.de

Das atomische cafe lc 36 ( hans-Böcklerplatz) hat ab 4.30 Uhr bis ca. 5.30 Uhr geöffnet.

Zum CASTOR-Ticker
http://castorticker.de/

CASTOR-Transport (bundesweit)

Dienstag, den 25. bis 28.11.2011

Der Castor-Termin für Gorleben steht
Trotz festgestellter erhöhter Strahlenwerte am Zwischenlager in Gorleben hält die Landesregierung Niedersachsen am Transport der Castoren aus La Hague fest. Recherchen der

Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg ergaben, dass die Polizei ihren Großeinsatz für den 25.-
28. November 2011 terminiert.
www.bi-luechow-dannenberg.de/chronologisch/pressemitteilungen/castoren-sollen-ende-november-rollen

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Gelaufenes & Älter :

Bericht vom Anti-Atom-Camp In Jülich 23-24-Juli 2011
siehe:

http://de.indymedia.org/2011/07/312543.shtml

Sommercamp auf dem Friedensacker bei Jülich
23. und bis 24. Juli 2011

Dicht bei der Atomruine Jülich ( Kugelhaufen Reaktor) liegt in einem Dornröschenschlaf ein „Friedensa­cker“ aus den Zeiten der Friedensbewegung der 80er Jahre.

Und der Märchenprinz, der diesen Acker wach küsst, könnte das Sommercamp der neue Anti-Atom-Bewegung werden !

Bei der Jülicher Atomruine stehen nämlich auch 153 Castorbehälter. Um deren Abtrans­port hat sich eine neue, regionale Atomkraft-Bewegung entwickelt – gut organisiert im „Stop-WestCastor“.

Wir starten auf dem Friedensacker mit einem Sommercamp, auf dem sich AktivistInnen ge­genseitig kennenlernen, gemeinsam feiern und zudem diskutieren können, WIE die kom­menden Castortransporte (in Jülich & Gorle­ben) real verhindert werden können – und dazu vielleicht auch schon mal ein wenig üben. mehr dazu siehe www.westcastor.de/camp.html

Ablauf des Sommercamp 23. & 24. Juli (Sa und So)

Zeit – Samstag 23.7.2011

13 Kundgebung am Tor des Jülicher Forschungszentrum

14 Fahrt zum Friedensacker mit Rädern (ca. 20km) und Autos

16 Aufbau Camp, Ankommen, Kaffeetrinken

17 Camp-Vollversammlung

danach Aufteilung in AGs und andere Aktivitätsgruppen

20 Abendessen

21 Life-Musik

22 Lagerfeuer, Diskussionen innerhalb der AGS oder

Zeit Sonntag 24.7.2011

9 Frühstücken

11 Plenum mit Berichten der AGs

13 Abschluss des Camps

Ausklang des Wochenendes mit Aufräumen

Packen & Abfahrt

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Vorbereitung in Köln dazu

Am Samstag den 23. Juli wird es um 13:00 Uhr am Forschungszentrum in Jülich eine Kundgebung mit anschließender Fahrraddemo zum Friedensacker geben.

Nun steht die Idee im Raum von Köln aus eine gemeinsame Fahrradtour nach Jülich zu machen („Fahrradtreck“).
Der direkte Weg von Köln nach Jülich sind etwa 40 km.
Es gibt zwei Möglichkeiten:

1) Wir fahren gemeinsam am Samstag los, so dass wir pünktlich bei der Demo ankommen
(Nachteil: es wird ein ziemlich langer Tag)

2) Wir fahren bereits Freitag Nachmittag los.
(dann kann man sich eine schöne Route überlegen, mit Übernachtung auf halber Strecke, und evtl. noch Mitfahrer in anderen Orten einsammeln z.B. Brühl, Erftstadt, Düren, Euskirchen …

Wer hat Interesse so eine Fahrraddemo mit zu organisieren?
Wer fährt mit? (Freitag oder Samstag)

Bitte schickt eine Rückmeldung an atomischescafe@riseup.net

Ein mögliches Vorbereitungstreffen könnte am nächsten Mittwoch, 6.Juli beim atomischen Café stattfinden, 20:0 Uhr
Ort: Infoladen LC 36 Nähe Bahnhof Köln-West

West-CASTOREN

Info zu Jülich

Atommüll Schiebereien des hochgradig verstrahlten Restmüll aus dem avr Jülich soll in 2011 indas Zwischenlager Ahaus gebracht werden.

Das Kernkraftwerk AVR Jülich (Arbeitsgemeinschaft Versuchsreaktor Jülich) war der erste deutsche Hochtemperaturreaktor.

http://de.wikipedia.org/wiki/AVR_%28J%C3%BClich%29

Forschungszentrum Jülich

Keine Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus!

Auf dem Gelände des Forschungszentrums lagern 152 Castoren mit hochradioaktivem Atommüll aus dem stillgelegten Forschungsreaktor AVR. Das Forschungszentrum möchte sich dieser Altlast entledigen und plant die Castoren mit einer ganzen Serie von gefährlichen und für die SteuerzahlerIn teuren Transporten ins Brennelementezwischenlager nach Ahaus zu bringen. Ein Antrag ist beim Bundesamt für Strahlenschutz gestellt. Die offizielle Begründung: Die Lagerung der AVR-Hinterlassenschaft in Ahaus ist für das Forschungszentrum angeblich billiger als der weitere Verbleib der Castoren in Jülich. Nachprüfbare Berechnungen für diese Behauptung gibt es nicht.

Wir lehnen die Verlagerung der Castoren von Jülich nach Ahaus ab. Die Transporte sind gefährlich. Das Risiko von Unfällen ist nicht verantwortbar. Die Kosten der Transporte tragen die SteuerzahlerInnen. Es nicht vertretbar, den Menschen im Münsterland den Jülicher Atommüll und die damit verbundenen Risiken vor die Füße zu schütten – zumal der hochverstrahlte Reaktorbehälter ohnehin noch für Jahrzehnte in Jülich bleiben soll.

Wir begrüßen, dass sich die NRW-Landesregierung gegen die Transporte ausgesprochen hat und sich für einen Verbleib der Castoren in Jülich einsetzt. Nun ist es an der Bundesregierung als Mehrheitsanteilseignerin des Forschungszentrums die Transporte nach Ahaus abzusagen und die weitere Lagerung in Jülich zu ermöglichen.

Das kläglich gescheitete Kugelhaufenreaktor-Abenteuer AVR Jülich ist ein Beispiel für den Irrsinn der Atomkraft:

· Beinahe GAU 1978 nach unkontrolliertem Wassereintritt in den Reaktor

· Verstrahlung des Erdreichs unter dem Reaktor – Ausmaß bis heute unbekannt

· Zerlegung des 26 Meter hohen und 2.000 Tonnen schweren Reaktorbehälters wegen extremer Verstrahlung erst in Jahrzehnten möglich, Verlagerung als Ganzes in eigens errichtete Zwischenlagerhalle

· Bisherige Kosten für den Rückbau der Anlage über 700 Mio. Euro, aber noch unsere Kinder und Enkel werden für das Atom-Abenteuer AVR Jülich zahlen müssen

Trotzdem arbeitet das Forschungszentrum Jülich weiterhin an der Weiterentwicklung des Kugelhaufenreaktors. Es wird Zeit, dass damit endlich Schluss ist und der Jülicher Atomsumpf ausgetrocknet wird.